Sicherheit beim SUP – Leash

Leash – ich geb‘ nicht auf!

Freizeitsport und Sicherheit

Wir paddeln Ende Mai auf dem Simssee. Die Sonne scheint vom wolkenlosen Himmel, es hat am frühen Nachmittag 26°C, der See hat nur 15°C. Während der 2 Stunden, die wir den See rauf und runter paddeln begegnen wir mindestens 30 anderen SUP-Paddlern. Alle (!) haben kein Leash. Von PFD oder Restube ganz zu schweigen. Trinkwasser? Nicht an Board! Sonnenschutz? Nicht vorhanden! Sicherheitsbewußtsein? Zu Hause vergessen!

Immer mit Leash paddeln!
Auf Seen Immer mit Leash paddeln!

Wir sprechen teilweise die anderen Paddler wenigstens auf das fehlende Leash an. Alle verstehen die Problematik nicht. Meistens bekommen wir als Antwort: „Mei, dann schwimm ich halt dem Brett hinterher“. Ich fasse diesen Leichtsinn echt nicht mehr!

Gut, an dem Tag ist es fast wolkenlos, Gewitter sind nicht vorhergesagt. Aber ich wette, dass die meisten der Leash-losen Paddler auch keinen Wetterbericht gelesen haben. Gerade bei einem plötzlich aufkommenden Sturm oder Windböen kann das iSUP wie eine Luftmatraze wegfliegen. Da schwimmt man dann dem SUP nicht mehr hinter her, sondern ans nächste Ufer – ohne SUP.

Wasserwacht besorgt

Bei der Wasserwachtstation Pietzing machen wir Halt und sprechen mit den Schutzengeln mit dem ihren schnellen Booten. Noch haben sie keine Einsätze wegen SUP Paddlern gehabt. Aber auch sie beobachten die Entwicklung mit Sorge. Vor allem sind sie verärgert, dass viele Familien ihre Kinder ohne irgendeine Schutzausrüstung paddeln lassen. Und das fängt schon am fehlenden Sonnenschutz an. Auch sie wünschen sich, dass die Paddler das Thema Sicherheit ernster nehmen: „ein Leash würde manche gefährliche Situation bei uns auf dem See sehr entschärfen“.

Ich kann hier auch nur noch mal appellieren: tragt beim Paddeln auf Seen ein Leash! Es stört keineswegs beim Paddeln, aber es kann dein Leben retten!

Aber benutzt bitte besser kein Leash auf Flüssen, wenn ihr es nur am Bein (Knöchel oder unterhalb des Knies) befestigt. Dann kann ein Leash zur tödlichen Gefahr werden. Dazu gibt es demnächst noch einen weiteren Beitrag.

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