Tripstix – innovatives SUP-Design aus München

Spontantest der SUP-Innovation von Tripstix

Warmpaddeln mit dem Racer von Starboard

Starboard Raceboard
aufblasbare Rennrakete

Beim Munich Mash 2017 konnte man auf dem Olympia See einige SUP Boards verschiedener Hersteller testen (Starboard, Tripstix, Glidesoul). Eigentlich wollte ich die Gelegenheit nutzen und noch Mal ein Touring Board von Starboard testen, an besten den 14er. Leider gab es nur den kürzeren 12,6er (mit zu wenig Luft). OK, hab dann 14’0” x 28” RACER INFLATABLE ausprobiert. Wow! Damit fliegt man ja förmlich über das Wasser.

Trotzdem sagt mir mein Popometer: Finger weg, der ist mir persönlich zu kippelig, da er mit seinen 28″ schon sehr schmal ist. Da ich leider – bedingt durch Körpergewicht und Größe –  einen hohen Schwerpunkt habe, macht sich die geringe Breite sehr schnell bemerkbar. Im flachen, ruhigen Wasser kann ich den Racer problemlos beherrschen, bei Wind und Wellen traue ich mir es aber nicht mehr zu – ich habe schon zu viele „Seepferdchen“ gesammelt.

Tripstix – ein Inflatable wird zum Hardboard

Tripstix Test 2
schnelles Brett von Tripstix

Aber das Beste heute war, dass Tripstix – ein innovatives Münchner Startup – seine Boards ausstellte und man diese sogar testpaddeln konnte. Die Boards bestehen aus Vakuumkammern und dazwischen liegende aufblasbaren Bereichen. In Summe ergibt dies ein extrem steifes Board. Ja, es fühlt sich wie ein Hardboard an und lässt sich trotzdem zum Transport oder zur Lagerung kompakt zusammenfalten. Das Allround-Board läuft sehr flott, obwohl es mit 31″ relativ breit ist. Wider Erwarten liegt die dünne Planke (Dicke ca. 4″) sehr stabil im Wasser. Da es nur etwas über 10′ lang ist, kann man es zudem gut manövrieren. Ein tolles Board und vor allem eine Steifigkeit und Härte, die ich von einen Inflatable so nicht erwartet habe. Das ist echt mal eine Innovation im Bereich der aufblasbaren SUP-Bretter.

Nasse Füße

Tripstix Test 3
das Board von Tripstix hat für mich zu wenig Auftrieb

Jetzt kommt leider ein großes, dickes  „Aber“: ich bin ja 1,90 m groß und vom Gericht her in der 90+ Klasse. Und für mich ist das Board mangels Volumen schlicht nicht geeignet. Ich wage nach meinem Spontantest zu behaupten, alle Paddler ab 85 kg werden mit dem Brett nicht glücklich. Ich habe mich gefühlt, wie auf einen U-Boot. Meine Füße standen fast komplett im Wasser. Das kann man im Sommer machen, aber sobald es in die Übergangszeit oder gar in den Paddel-Winter geht, müssen die Füße trocken bleiben.

Hinzu kommt, dass die Boards für uns als Tourenfahrer damit leider unbrauchbar sind. Wir laden immer wieder mal zwischen 5-10 kg auf unsere Boards. Dieses Gewicht muss man zum Fahrer hinzuaddieren. Und da wird es dann mangels Volumen richtig schnell feucht untenrum.

Tripstix Test 1
Nach dem Test ein kurzes Gespräch mit einem Mitarbeiter von Tripstix

Tripstix bringt Euch aber auch erst gar nicht in die Verlegenheit, Gepäck mit zu nehmen: es fehlt schlicht die Gepäckhalterung auf dem Vorderdeck.

 

Laut Aussage von Tripstix vor Ort gibt es erst mal nur 2 Boards, einen Allrounder und eines zum Wellenreiten. Ein Raceboard ist laut Homepage von Tripstix geplant. Andere Boards, vor allem mit mehr Volumen und anderen Shapes werden – laut Aussage des Mitarbeiter am Olympia-See – erst mal nicht produziert. Eigentlich schade…

 

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