Vom Canadier zum SUP

Wenn man paddeln will, muss man schwimmen…

Wo ist das Wasser hin?

Wie wir zum SUP gekommen sind? In dem wir erst mal mit einem Canadier auf der Isar gekentert sind.

Es muss um 2000 herum gewesen sein, als wir von einem Kommilitonen gefragt wurden, ob wir mit auf eine Paddeltour auf die Isar wollen. Ja, warum nicht? Der Canadier war sehr lang, aus GFK und damit sauschwer. Mit 4 Paddlern „etwas“ überladen und die Luft an dem Tag ziemlich schwül. Und wir konnten alle nicht paddeln. Es kam, wie es kommen musste: der Panzerkreuzer kam in einer Stromschnelle quer und ehe wir uns versahen, kenterten wir bei Blitz und Donner. Zur Feier des Tages öffnete der Himmel auch noch alle Schleusen.

Vom Hinkelstein zum Falter

Trotzdem waren wir angefixt. Ein Jahr später (2001) hatten wir unseren eigenen Canadier – einen blauen Superior von Nova Craft – wir nannten ihn den „blauen Hinkelstein“. Wir paddeln im Tandem, Jutta vorne, ich hinten. Durch den Münchner Canadier-Sammtisch um Christian Löhnert (Kanu-Info-Isar) lernten wir unser Revier besser kennen. Nebenbei brachten uns Franz, Christian und die anderen vom Stammtisch die Themen Sicherheit, Paddeltechnik und Bootskunde bei.

Wildwasser auf der Isar

2010 – mittlerweile waren wir auf einen „Falter“, aka Faltcanadier (PakCanoe 160) von Pakboats umgestiegen – las ich dann im Canadier-Forum vom ersten Open-Canoe-Festival an der Drôme in Frankreich. Spontan entschlossen wir uns, daran teilzunehmen. Es kamen knapp über 200 Paddelbegeisterte aus ganz Europa nach Frankreich. Hier gab es viele Workshops zu Sicherheit und Paddeltechnik. Unsere Begeisterung für das Paddeln flammte jetzt richtig auf. Wir trauen uns immer mehr zu und fahren „Bäche“ bis WW2 – gemäß dem Motto: „Hauptsache es rauscht“!

Kajak – nicht unsere Welt

2014 hatten wir dann zusätzlich zum Pakcanoe kurzfristig zwei Scubi 1 von Nortik. Ja, das sind Kajaks, Hybrid/Falt-Kajaks. Und ja, die werden nicht mit dem Stechpaddel gepaddelt. Und da das Rumrühren mit dem Doppelpaddel gar nicht unsere Sache war, haben wir die Dinger konsequenterweise im Jahr darauf wieder verkauft. Brrr …

Das SUP-Zeitalter bricht an

Stechpaddler
Jutta und Andreas sind die Stechpaddler

2015 dann, kurz nach dem 6. Open Canoe Festival, passierte es. Wir machten Anfang Mai aus reiner Neugier bei Eliane Droemer vom SUP Club Starnberg einen SUP Kurs. Mitte Mai hatten wir dann unsere eigenen Boards. Ich paddel einen Blend, Jutta einen Drive von Starboard. Beides sind Allrounder und ideal geeignet für Anfänger im SUPen. Die Boards sind jetzt fast immer im Bus dabei, unsere Touren werden länger und häufiger. Neben kleinen Flüssen haben wir durch das SUP auch wieder das Flachwasser entdeckt – „prä-SUP“ waren uns Seen einfach zu fad.